Georg Fischer stellt das europäische Zentrallager seiner Division Building Flow Solutions auf digitale Hofsteuerung um. Der Standort Haßfurt macht rund 50 % des Divisionsumsatzes aus und beliefert von dort 9 europäische Satellitenläger.
Das Setup in Haßfurt
- Unternehmen: Georg Fischer AG, Schaffhausen, Division Building Flow Solutions (ehem. Uponor), rund 4.000 Mitarbeitende, 1,2 Mrd. € Umsatz
- Standort: Haßfurt (D), europäisches Zentrallager, ca. 50 % des Divisionsumsatzes
- Netzwerk: Zentrallager plus 9 europäische Satellitenläger
- Im Einsatz: Zeitfenstermanagement & Avisierung, Yard Management, Digital Driver Check-in, Kennzeichenerkennung
- Kunde seit: Vertragsabschluss Oktober 2025, Rollout ab Juli 2026
- Abgelöst: bisheriges Zeitfenstertool mit Slotbuchung ohne Anbindung an den Hofprozess
Die Herausforderung
Am Standort werden heute täglich rund 60 Lkw abgefertigt, zu Spitzenzeiten treffen bis zu 12 Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Werksgelände ein. Mit dem Wachstum des Standorts und dem Erweiterungsbau kann das Verkehrsaufkommen auf etwa 80 Lkw pro Tag steigen. Vor diesem Hintergrund wurden die bestehenden Prozesse zur Steuerung und Dokumentation der Anlieferungen analysiert.
Gleichzeitig entstand im Zuge der Integration in die Georg Fischer Gruppe die Anforderung, alle Fahrer bereits vor der Zufahrt zum Werksgelände verbindlich über Sicherheits- und Verhaltensregeln zu unterweisen.
Die Plattform von TradeLink baut die bisherige Zeitfensterplanung wesentlich aus: Neben der Terminsteuerung ermöglicht sie eine lückenlose Dokumentation der Zufahrten sowie die digitale Durchführung der verpflichtenden Sicherheitsunterweisung. Damit steigen Transparenz im Anlieferprozess und Nachvollziehbarkeit der Fahrzeugbewegungen deutlich.
Die Lösung
- Zeitfenster, das am Tor wirksam wird: Kamera und Schranke koppeln die Anmeldung an die Zufahrt. Angemeldete Fahrzeuge werden per Kennzeichen erkannt und fahren durch; unangekündigte Lkw checken am Terminal ein und werden erstmals erfasst.
- Digitale Sicherheitsunterweisung statt Papierzettel: mehrsprachig am Outdoor-Terminal, mit Unterschrift dokumentiert, anstelle eines Wachdienstes.
- Realistische Slots: 15-Minuten-Raster, Slotlängen nach Lademetern statt Packstückzahl, Transportregeln mit Rampenzuweisung nach Warenfluss und Fahrzeugtyp.
- Self-Service für Speditionen: eigene Buchungsformulare für Wareneingang und Warenausgang, Dokumenten-Upload, Serientermine. Alles über einen Link, ohne Lizenz. Statt vier Postfächern eine Oberfläche für alle Beteiligten.
Mit der Einführung schafft GF die Grundlage, steigende Transportvolumina effizient zu steuern, die Abläufe für Speditionen und Fahrer zu vereinfachen und zugleich die Sicherheitsstandards am Standort zu erhöhen.


